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Fastenbrechen: Iftar 2018

Ein Fastenmahl für Neuss
Die Puzzle-Frauen haben gemeinsam mit dem Raum der Kulturen e.V., dem Kulturamt und der Bürgerstiftung Neuss gestern zum gemeinsamen Fastenbrechen in das Rheinische Landestheater geladen.
Über 230 Gäste aus Politik, Verwaltung, und der Zivilgesellschaft waren zugegen. Bereits zum zehnten Mal lud der Verein Puzzle – Frauen für Toleranz und Dialog e.V. zu ihrer jährlichen Veranstaltung ein, diesmal in einer breiten stadtgesellschaftlichen Koalition. Das Fastenmahl wurde begleitet durch Grußworte vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Herrn Schühmann, dem Vorsitzenden des Raum der Kulturen e.V. Hamdi Berdid und – ein besonderes Zeichen in dieser Zeit – Rabbiner Kaplan von der jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Vom Anbruch der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang verzichten Muslime im Monat Ramadan auf Speis und Trank. Das gemeinsame Fastenbrechen „Iftar“ wird im Kreise der Familie, Freunden und Nachbarn zelebriert. Diese Veranstaltung hat gezeigt, dass ein gemeinsames Fastenbrechen in der Mitte der Neusser Stadtgesellschaft angekommen ist. Durdu Yavuz, Trägerin des diesjährigen Integrationsförderpreises der Stadt Neuss und
Vorstandsvorsitzende der Puzzle-Frauen freut die Veranstaltung ganz besonders: „Heute wurde sichtbar, wie sehr der gesellschaftliche Zusammenhalt in Neuss funktioniert. Darauf sind wir ganz besonders stolz. Auch, dass unser Engagement mittlerweile einem breiteren Publikum bekannt wird.” Hamdi Berdid gab den Gästen ein wichtiges Statement mit auf den Weg: „Die deutsche Geschichte, mit all ihren Facetten und dunklen Kapiteln, ist auch unsere Geschichte als Migranten. Dafür setze ich mich ein. Denn wir sind in erster Linie Neusser und fühlen uns hier heimisch. “ Rabbiner Benzion Dov Kaplan rundete neben Elhakam Sukhni, Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln für das Fach Orientalistik/Islamwissenschaft, das Programm mit persönlichen Anekdoten zu Disziplin und Toleranz ab. Der kommunale Interkulturbeauftragte Deniz Elbir, hat 2016 das Projekt „Neue deutsche Stadtgesellschaft“ ins Leben gerufen, das seinen Kristallisationspunkt im Kulturamt hat: „Die Puzzle-Frauen und der Raum der Kulturen e.V. sind im wahrsten Wortsinn ein wichtiges Element der Neuen deutschen Stadtgesellschaft. Unser Projekt fordert kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen, die in unserer Stadt Neuss beheimatet sind und lädt dazu ein, sich zu engagieren. Diese Maxime haben heute alle Akteure bewiesen.“ Genau dafür steht die Koalition: für gesellschaftliches Engagement, für den Abbau von Barrieren.
Den Nachbericht finden Sie hier (ePaper auf Seite 11).
Raum der Kulturen e.V.