Interkulturelle Promotoren-Programm

Seit Juli 2017 wurde das Eine-Welt-Promotoren-Programm von Eine Welt Netz NRW um das Interkulturelle Promotoren-Programmerweitert. Das Eine Welt Netz NRW ist ein Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen und natürlicher Personen Nordrhein-Westfalens, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in globaler Verantwortung engagieren.

Nachdem der Landtag NRW die Umsetzung des dreijährigen Modell-Projektes Interkulturelles Promotoren-Programm beschlossen hat, bewarb sich der Raum der Kulturen Neuss e.V. im April 2017 als Anstellungsträger für eine*n interkulturelle*n Promoter*in-Stelle und wurde erfolgreich als Träger dieser Stelle für die Region Düsseldorf auserwählt. Zu der Region Düsseldorf gehören hierbei die Städte und Kreisstädte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Kreis Kleve, Kreis Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen und Kreis Wesel. In den fünf Regierungsbezirken Nordrhein-Westfalens Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster und zusätzlich für das Ruhrgebiet, wurde jeweils ein*e interkulturelle*r Promoter*in eingestellt.

Ziel des Projektes ist, dass die Eine-Welt-Arbeit in Nordrhein-Westfalen interkulturell ausgebaut und qualifiziert werden soll. Geflüchtete Menschen und Zugewanderte sollen demnach mehr als bisher aktiv in das bürgerschaftliche Eine-Welt-Engagement einbezogen werden und somit kann die Wirkung der interkulturellen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in der Gesellschaft verstärkt werden. Dadurch werden die globalen Hintergründe von Flucht und Migration stärker, authentischer und wirkungsvoller thematisiert. Was hat unser Land z.B. mit Waffenexporten, mit Landgrabbing, mit dem Klimawandel, mit grenzenlosem Freihandel etc. zu tun? Akzeptanz und Integrationsbereitschaft in unserer Gesellschaft werden hierdurch gestärkt.

Zusätzlich werden ehrenamtliche HelferInnen aus der Flüchtlingshilfe und Engagierte aus migrantischen Gemeinschaften, ebenso wie MitarbeiterInnen aus Einrichtungen, die professionell mit Geflüchteten zu tun haben mit in die Eine-Welt-Arbeit einbezogen.  Dadurch wird noch viel stärker an der Schnittstelle zwischen den Politikfeldern Migration/Integration und Eine-Welt-Politik politikfeldübergreifend gearbeitet.

 

Durch die Einbeziehung von Geflüchteten und Zugewanderten in die Eine-Welt-Arbeit vor Ort wird deren gesellschaftliche Integration und Teilhabe gestärkt.  Geflüchtete und Zugewanderte treten öffentlich als wirkmächtige Akteure und gesellschaftlich Engagierte auf, was öffentlichkeitswirksame Beiträge dazu liefert, das Bild von Geflüchteten und Zugewanderten – nämlich als ausschließlich Hilfebedürftige – zu differenzieren.

Raum der Kulturen e.V.